AKTUELLES

 

Nachfolge Challenge
24. - 26.11.17
EFG Rendsburg

 

Tagung der GGE
Brennpunkte dynamischer
Erneuerung
(25.) 26. - 28.01.2018
Dorfweil
Anmeldung

 

Nachfolge Challenge
26. - 28.01.18
EFG Rendsburg

 

Nachfolge Challenge
23. - 25.02.18
EFG Rendsburg

 

Regionaltag Bayern
Evangelisation
Sa 14.04.17
EFG Kempten

valerynetzer201511Sich neu beschenken lassen

Manchmal komme ich auf die Idee, mir selber etwas zu schenken. Nicht oft, aber immer wieder. Beim ersten mal habe ich mich richtig übernommen. Ich wünschte mir nämlich zu meinem 40. Geburtstag eine Reise nach Island. Nur realisieren konnte ich dieses Geschenk nicht. Mein Kopf und mein Herz mussten also lernen angemessen zu denken und zu wünschen. So beschränke ich mich gern und bewusst auf kleine Momente und Dinge:

  • Ich setze mich mal zwischendurch in ein Café. Auf ein Latte Macchiato. Für ein Stündchen. Ganz allein.
  • Ich kaufe mir ein bestimmtes Buch. Nicht mehr so viele wie früher. Aber dieses Buch lese ich auch konsequent durch.
  • Ich erlaube mir mal einen "Aus-Tag" in der Natur. Mittendrin in den vollen Wochen eines Pastorendienstes.

Das alles und einiges mehr tut mir gut, hilft Ruhe zu finden und Ausgleich zwischen Anforderungen und Bedürfnissen zu schaffen. Denn ich kann nur weitergeben, was ich selbst empfange.

Und nun kommt wieder Advent und Weihnachten. In unserem Kulturkreis und Gemeindekontext eine besonders bewegte Zeit. Viele Aktivitäten. Ein Gerenne um Geschenke. Ein guter Brauch, der droht sich selbst und das Fest auszuhöhlen. Manche ergreifen die Flucht in die Karibik .....

Trotzdem möchte ich in diesem anspruchsvollen Monat auch mich selber beschenken. Und zwar in der Weise, dass ich mich neu von Gott beschenken lasse.

Ja, ich weiß seit vielen Jahren worum es Weihnachten geht – wann, wie und warum uns Gott seinen Sohn Jesus Christus geschenkt hat. Darüber predige ich auch mit voller Überzeugung und gerne. Aber ich möchte einmal neu teilhaben an dem größten Geschenk, das Gott uns Menschen macht. Ich möchte neu von dem "aufgehenden Licht aus der Höhe" erleuchtet werden und meine Füße "auf den Weg des Friedens richten" lassen – wie es im Monatsspruch Lukas 1,78-79 heißt. Ich möchte mich von der "herzlichen Barmherzigkeit unseres Gottes" neu berühren lassen. Ich. Persönlich. Wünsche mir das. Ich lasse mich beschenken. Von Gott. Einmal mehr. Einmal neu.

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. (Lukas 1,78-79 Monatsspruch Dezember)

Der Priester Zacharias preist Gott für das was er selber erfahren hatte. Was ihm geschenkt wurde. Was er empfing. Ihm und seiner Frau Elisabeth wurde der Sohn Johannes geboren. Mit einer besonderen Verheißung. Als ein Beschenkter prophezeit Zacharias dann mit seinen Benedictus-Worten eine hellhörig machende Perspektive. Sie klingt als eine Einladung Gottes sich beschenken zu lassen. Für alle. Bis heute.

Valery Netzer, Pastor der EFG Wasbüttel